Samstag, 18. Januar 2014

To come down....in Goa

Der Norden (Mandrem):
Über den Norden gibt es eigentlich nicht viel zu sagen, außer: tolle Strände, Ruhe, Hippies, Russen und russische Hippies...:-)

6 Tage relaxen, das war nach Calcutta auch bitter nötig. Allerdings waren wir in einer absoluten Touri-Hochburg gelandet. Der "Lonely Planet" erwähnte zwar beiläufig etwas davon, aber das wir dort eigentlich nicht mehr das Gefühl haben, wir sind in Indien, hätten wir nicht gedacht.
Und so gab es halt nicht so viel zu tun, außer am Strand rum liegen und n bissel durch die Gegend fahren....zugegeben standesgemäß, auf einer Royal Enfield....ein MUSS, wenn man in Indien ist...Logo!
Heute, am 14.01.14, geht es wieder weiter. Wir fahren in den Süden von Goa....







Der Süden (Agonda):
Nachdem uns unsere erste Unterkunft überhaupt nicht zugesagt hat, haben wir uns durchgerungen und noch etwas Budget locker gemacht. Tja, wir konnten ja schließlich nicht ahnen, dass uns unser Upgrade in die Luxus-Hütte schlechthin führt. Es gab nur zwei dieser Hütten am ganzen Strand. Eigenes Personal, direkter Blick aufs Meer, eigener kleiner Garten, Whirlpool im Bad.....Knüller!
Agando - eine absolute Empfehlung!






Donnerstag, 16. Januar 2014

Kolkata - Kali attack...

Kolkata's name comes from the goddess Kali, the Goddess of destruction. Her image is found everywhere in Kolkata in the form of shrines, temples and figurines. She is worshipped for her fierceness and prayed to to lead one from darkness to light. She has the power to destroy illusion and reveal truth. Like the myths of many gods and goddesses, she is an archetypal figure that symbolizes our own inner drama. She is both destroyer and mother.

Visiting Kolkota one needs the strength of Kali to digest the chaos of taxis, buses, rickshaws and the unforgiving number of people on the streets and still remain compassionate towards the children begging for food, the maimed and sick, and the poor living and working in unthinkable conditions. For our one day in Kolkota we decided to visit a market, Mother Theresa's home and
tomb and then to finish with the Khalighat, which is an ancient temple devoted to Kali. It was a complete day of over-stimulation and on many levels way to much for the body, mind-spirit to digest. We walked through the city completely captivated by the people going about their daily routines. I realized after about an hour of walking I hadn't looked up even once to see what the skyline or buildings above the first floor looked like. Stumbling over my own wonder I often stood
( surely with a dumb look on my face) appreciating the contrasting beauty and, sometimes suffering, of life in India.

After our long and exhausting day we had the luxury of retreating to our five star hotel to recover. However, poor Jens didn't leave Kolkata without fighting a battle against a case of Delhi Belly. We ate and did the same thing all day with one exception! He did not enter the Kali temple. Maybe Kali cast some of her destructive powers upon him as punishment. In summary, Kolkata is a very interesting city which should not be missed if travelling in India.

Montag, 13. Januar 2014

Calcutta: Chaos City...

Von Myanmar ging's nun wieder zurück nach Calcutta. Ein Hotel hatten wir Gott sei Dank schon im Voraus gebucht. Das Hotel war echt genial....mit 5 Restaurants, SPA Bereich und Luxus-Zimmern. Wir haben fast eine Stunde gebraucht, bis wir alles erkundet hatten.

Am nächsten Tag ging es dann in die Stadt. Vorweg: Calcutta muss man einfach mal erlebt haben. Chaos pur...Dreck...Ratten...Stress....und DAS in einer Hülle und Fülle, wie man sie sich nur schwer vorstellen kann, wenn man es nicht selbst erlebt hat!
Jedes zweite Auto ist ein Taxi. Jeder Autofahrer betätigt seine Hupe im Abstand von ca. 5 Millisekunden. Hinter jedem Fenster, hinter jeder Tür verbirgt sich ein kleiner Laden. Selbst in einem 4 Quadratmeter großen Raum, kann man auf dem Boden Motoren zerlegen, reparieren, oder was auch immer...und trotzdem zusätzlich noch eine Drehbank unterbringen. Und falls man eine Schraube mal nicht finden sollte, kann es durchaus sein, das ein Kollege vielleicht gerade drauf sitzt.
Wie die Locals hier ihr Business betreiben, ist echt wahnsinnig beeindruckend. Es wird wirklich jeder mögliche Quadratzentimeter genutzt, um vielleicht etwas Geld zu verdienen....und wenn es nur der Fenstersims einer Ruine ist, auf dem ca. 1000 Souvenirs deponiert werden. Noch ein Beispiel: Ein kleines Mädchen hatte uns auf der Straße gefragt, ob wir ihr vielleicht etwas Milch kaufen könnten. Sie brachte uns dann zu ihrem bekannten Laden. Nur leider war da kein Laden, sondern nur total unscheinbare und vergammelte Brettertüren. Die Kleine hat dann n paar mal dran rum geklopft und plötzlich öffneten sich die Bretter.....und Simsalabim standen wir im 2 Quadratmeter großen Laden. Der Tresen war gleichzeitig Schlafplatz (wir hatten wohl gerade den Mittagsschlaf unterbrochen) und man fand alles, was das Herz begehrt....auch Milch. Selbst auf den Tür-Scharnieren wurden kleine Regale angebracht, um noch 3 Teebeutel unterzubringen. Unfassbar!
Dann ging es zum Markt. Natürlich! Als wir uns dem Markt näherten (wir hatten wahrscheinlich wieder unsere Rundumleuchten auf dem Kopf) wurden wir schon von Weitem erkannt und über fadenscheinige Vorwände vom vermeintlichen "Marktpersonal" in den Markt gelockt. Und wenn man denn auch noch denkt, man kann "gaaaanz in Ruhe" durch die Stände schländrn, dann ist das wohl an Naivität kaum noch zu überbieten. Der "Marktmitarbeiter" entpuppte sich schnell als unser Schatten und wollte uns auch nicht in Ruhe lassen, nachdem ich ihn mehrfach "freundlich" darum gebeten hatte. It's just a game...;-)
Dann ging's in den Fleischmarkt....und das muss man echt mal erlebt haben! Dicke Holzblöcke, die noch nie etwas anderes gesehen haben, als Fleisch und Blut. Unter jedem dieser Blöcke lauern mindestens 10 Rattenfamilien und warten darauf, dass etwas runter fällt. Unter einem Tisch lag ein halbes Lamm und als ich kurz weg und wieder hin gesehen habe, hat eine mindestens 10kg schwere Ratte die Beute in ihren Bau gezogen hat.
Und wenn man dann auch noch sieht, dass die Leute dort auch noch schlafen, wird einem echt total anders.
Und so kam es, wie es kommen musste....noch ein Snack an der Straße...und dann noch Dinner mit schön viel Fleisch im Restaurant...und mein Magen war hinüber. Einzelheiten werden hier nicht weiter geschildert. Sophie hat wiedermal alles unbeschadet überstanden.
Nach einer schlaflosen Nacht und der Einnahme ALLER Mittelchen, die ich meiner Reiseapotheke finden konnte, plus Besuch einer Apotheke im Flughafen, 1,5 Tagen ohne feste Nahrung, geht's mir wieder gut und ich sehe wieder so aus, wie vor dem Urlaub. YEAH!

Und wenn man schon mal in Calcutta ist, darf natürlich der Besuch im "Mother Teresa House" nicht fehlen. Echt erstaunlich, was manche Menschen in der Lage sind zu leisten. Sein Leben einzusetzen, ausschließlich mit dem Sinn zu helfen. Weltweit. Hut ab!

Am Mittwoch, den 8. Januar, ging es von ganz im Osten Indiens, nach ganz in den Westen, nach Goa. Strand....Sonne...Ruhe...Calcutta-Kontrastprogramm...






Sonntag, 5. Januar 2014

Myanmar

So, nach nun über 3 Tagen mitten im Nirgendwo, ohne Internet, Mobilfunkverbindung, keinem warmes Wasser und Strom nur für ein paar Stunden in der Nacht (man könnte auch 'Paradies' dazu sagen), sind wir nun wieder zurück in der Zivilisation und können wieder Lebenszeichen von uns geben....

Here we go...

Fakt ist, unser Weihnachten hätte wohl nicht perfekter sein können. Mit den vielen Kids zu feiern, im Schatten des Himalaya, war wirklich eine ganz besondere Erfahrung. Allein die Umstände, unter denen dort alle in diesem Heim leben, sind für uns, die einfach so auf Lichtschalter drücken und Wasserhähne bedienen, weil es selbstverständlich, wohl nur schwer nachvollziehbar. Da kann man sich nur schwer vorstellen, seit über zwei Wochen nicht duschen zu können und jeden Tag zumindest das nötigste Wasser zu holen, um wenigstens Essen zu kochen und etwas trinken zu können....und das für ca. 100 Kids und Betreuer. Wahnsinn!
Unsere Zeit dort endete mit einem kurzen Abstecher nach Mecloudganj (wo der Dalai Lhama z.Z. wohnt) und dem Besuch der Slums in Dharmsala, Charan Khad. Dort hatten wir eine Einladung zum Tee. Bewirtet zu werden, von Leuten, für die ein Liter Milch ein halbes Vermögen ist, kann man kaum in Worte fassen.
Und wie der Zufall es wollte, könnten wir zusammen mit einer Familie aus den Slums wieder zurück nach Delhi fahren. Wir brauchten dann allerdings doch zwei Taxis zum Bahnhof, weil der Taxifahrer doch etwas bedenken hatte, in seinem Fiat UNO 8 Leute inkl. Gepäck, 8 Stunden durch die Gegend zu fahren. Technisch hätte es funktioniert, denn man glaubt gar nicht, wie viele Leute in ein Auto gehen. Die Inder machen in dieser Hinsicht den Marokkanern fast noch etwas vor...:-)
Auf dem Bahnhof angekommen, stellten wir ziemlich schnell fest, dass wir die einzigen Touristen waren und die Inder aus dem Staunen gar nicht mehr raus kamen. Im Nu hatte sich eine Traube Leute um uns gebildet. Mit Rundumleuchten auf dem Kopf hätten wir nicht noch mehr auffallen können. Es konnte auch keiner verstehen, dass Touris mit einer indischen Familie reisen. Echt witzig, so ein "all-eyes-on-us-feeling"...:-)
Die Zugfahrt im Schlafwagen zurück nach Delhi kann man kurz und knapp mit anstrengend, interessant, muss man mal gemacht haben, beschreiben. Würden wir es wieder tun, so kurz danach? Never ever!!!! ;-)
In Delhi angekommen, stand dann wieder das Übliche auf dem Plan....Unterkunft suchen und Stadtbummel.
Mit einem echt coolen Taxifahrer haben wir dann eine kleine Rundfahrt gemacht....Indien-Gate, Präsidentenpalast....etc.
Vor dem Indien-Gate dann das gleiche Spiel, wie auf dem Bahnhof....nur mit dem Unterschied, dass man nun auch noch Fotos mit uns machen wollte. Wir kamen uns vor, wie VIPs, oder irgendwelche Bollywood Schauspieler...echt der Knüller...;-)

Leider haben wir bei dieser ganzen Foto Session irgendwie die Zeit vergessen. Und das bedeutete nun folgendes:
- Flug nach Kalkutta verpasst (wir waren ca. 10min zu spät)
- Anschlussflug nach Bangladesch verpasst
- und dadurch, dass wir die Hinflüge nicht genutzt haben, wurden auch all unsere Rückflüge gestrichen
So durften wir dann wieder zurück in unserer 5Sterne-Hotel und könnten uns noch eine weiter Nacht Luxus gönnen.
Nachdem wir dann unserer neuen Flüge gebucht hatten, sind wir zwar einen Tag später los geflogen, waren dann aber dank besserer Verbindung einen Tag früher in Yangon (Burma).
Nach einer Nacht in Yangon ging's dann am nächsten Tag weiter, ins oben schon kurz beschriebene Paradies. Drei Tage weißer Strand, blaues Wasser, kleine Hütte 20m vom Strand entfernt.
Im "Hotel" angekommen, wurden wir auch gleich zur Mega Silvesterparty eingeladen....mit Buffet und DJ aus London. Das durften wir uns auf keinen Fall entgehen lassen!
Da hier in Burma ja eigentlich erst seit wenigen Jahren wieder Touris einreisen dürfen, ist hier auch überall dementsprechend viel los....nämlich üüüüüberhaupt nix! ;-)
Und so haben wir mit ca. 30 Touris und 20 Locals Silvester gefeiert. Der großartig angekündigte DJ aus London war ein Kumpel vom Kumpel, der gerade in der Gegend war und zufällig seinen MP3-Player dabei hatte....zugegeben, mit Silvester-tauglicher Musik. Zusammengefasst: geniale Party!

Was ist sonst noch so passiert:
- Rettungsaktion im Nachbar-Bungalow, wo sich eine Teller-große Spinne verirrt hatte
- Frosch in unserem Bad
- und einem 1000füßler in einer meiner Socken, den ich natürlich erst bemerkt habe, NACHDEM ich den Socken angezogen hatte....logisch!

Heute ging's wieder zurück nach Yangon...6 Stunden in einem total überfüllten Bus. Bei dem ersten Stop, so gegen Mittag, war es dann auch Zeit, mal wieder was zu essen....hatten wir ja lange nicht...;-)
Und so gab es Reis mit Suppe. Als ich meine Suppe aufgegessen hatte, habe ich freundlicherweise noch mal Nachschlag bekommen....nur leider diesmal mit Fleischbeilage....in Form von Schweineaugen. Ich hatte also gerade Schweineaugensuppe gegessen! Die nächsten 10 Minuten habe ich mich dann also in absoluter Körperbeherschung...schon fast -kontrolle...geübt. Bääähhhh!!!

So, dann hieß es, eine Nacht in Yangon und am nächsten Morgen mit dem Flieger nach Bagan.

Wir hatten uns drei Tage in Bagan eingeräumt. Bagan, die Region der Tempel.
Das übliche Spiel....Hotel finden und Fahrräder ausleihen. Dann ging es am ersten Tag kreuz und quer durch die Gegend....von einem Tempel zum nächsten. 20km auf dem Drahtesel...bei tollstem Wetter.
Aber nach einem ganzen Tempel-Tag, sahen zum Schluss die Tempel irgendwie alle gleich aus.....und wir hatten noch zwei volle Tage....und in Bagan gibt's eigentlich nix, außer Tempel.
Und so konnte wiedermal nur Faktor "Zufall" weiterhelfen. Und der kam dann auch prompt am zweiten Tag, als wir Steven trafen. Amerikaner, der seit drei Jahren nach Burma reißt und hier versucht die Welt zu ändern. Er hat einer Frau aus Bagan ein kleines Boot gekauft und versucht, ihr ein neues Business aufzubauen. Nach einem kurzen Smalltalk lud er uns am Nachmittag ein, ein Runde mit seinem Boot auf dem Fluss zu drehen.
Einige Details:
- Besuch einer total abgeschiedenen Familie, inkl. kleinem Fußball-Match
- Besuch eines kleinen Dorfes, wo wir wahrscheinlich die ersten Ausländer seit Jahren waren
- ich musste helfen Kuhmist auf einen Laster zu laden
- und aus Dank für meine Mitarbeit, wurden wir dann noch zum Dinner eingeladen....Maiskolben und irgendein nicht näher zu definierender Salat mit Nüssen. In der Hütte war es ziemlich dunkel und wir könnten nicht genau sehen, was wir gegessen haben....war vielleicht auch besser so...;-)
Kurzum, diesen Tag hätten wir einfach nicht perfekter verbringen können!

Heute waren wir noch mit Steven und ein paar seiner Bekannten Mittag essen....und heute Abend geht's mit dem Over-Night-Bus wieder zurück nach Yangon und dann mit dem Flieger wieder zurück nach Kalkutta (Indien).

Stay tuned...

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We agree that our Christmas was absolutely perfect!! Our time in Dharmsala with Jamyang and the children ended with an invitation for tea in the slum, Charan Khad,where the children are from. Over tea we decided to travel to Delhi on the overnight train with our host and her family to Delhi. I don't think we could have had a more Indian experience! After a long and very uncomfortable night of sleep we were woken by the calls 'chai, chai, chai' by the chaiwalla selling tea and morning prayers. the same situation in another place would be annoying and painful but in India you feel like you are in the set of a beautiful film.

After all our travels we finally missed a flight which of course led us to miss two The positive was that we stayed another night in a five star hotel in Delhi and got a better flight to Myanmar! We arrived in Yangoon with no hotel reservation and no plan but very smoothly organized everything. Then we realized we needed bus tickets and money and everything was closed! Mini panic!! But once again everything worked out and we made it to paradise to celebrate New Years Eve and to enjoy the nearly empty, white beaches of Ngwe Saung.










Mittwoch, 25. Dezember 2013

Merry Christmas from India...;-)

Nach ca. 20 Stunden im Flieger und auf Flughäfen....und nach ca. 12 Stunden im Taxi (inkl. Panne), sind wir nun bei unserer ersten Station angekommen.
Nun heißt es Weihnachten feiern,mit fast 100 Kids im Kinderheim, am Fuße des Himalaya Gebirges. FROHE WEIHNACHTEN ! ! ! :D

After nearly 20 hours sitting in airplanes and airports we survived a 12 hour taxi ride to arrive at our first stop in Dharmshala, India. Now we are celebrating Christmas at the foot of the Indian Himalayan mountain range with over 100 children from the Tong-Len childrens' Hostel.
A very merry Christmas to all !!!



video

Sonntag, 7. Juli 2013

Instructor in Action ;-)

Wie man's richtig macht...
Danke Lars, für das tolle Wochenende!!!



"Toys" - Update

Enduro Training...wir tasten uns langsam ran... :-)

Nach einem Tag Training wird man schon etwas mutig....oder größenwahnsinnig.

Am zweiten Tag haben wir versucht, zu springen....ääähhhh, hüpfen.

Samstag, 22. Juni 2013

Our new toys... YEAH ! ! !

Nachdem wir ja nun seit Anfang April mit unseren Big-Bikes mehr oder weniger offroad unterwegs waren und festgestellt haben, dass das mit 5- bis 6-Zentner-Maschinen nicht ganz so viel Spaß macht (wenn man es, so wie wir, nicht so richtig kann... :-) ), mussten neue Übungs-Geräte her.
Es ist nicht wirklich weniger schweißtreibend...aber dafür sind wir im Sand viel schneller unterwegs...und es macht bedeutend mehr Spaß... :-))))))))))))





Und man man braucht keine Angst haben, dass es vielleicht mal irgendwann nicht mehr weiter geht...

Und man braucht auch keine Angst haben, dass mal was kaputt geht, nur weil man mal "umfällt"...:-)

Spielen im Sandkasten:


Sonntag, 16. Juni 2013

BMW GS-Trophy 2013 bei Touratech in Niederschach

Wer Wie Was?
Die GS-Trophy ist eine BMW Motorrad Veranstaltung für Hobby-Fahrer einer BMW GS.
Ich wollte schon sooo oft dort teilnehmen und dieses Jahr hat es endlich mal geklappt. Marius wurde einfach zwangsangemeldet und damit stand "Team Brandenburg".

Erwarten braucht man natürlich bei der ersten Teilnahme nichts. Wir wollten ja auch nur frei nach dem olympischen Gedanken mitmachen, denn mitmachen heißt, dabei sein... ;-)

Gesagt getan. Und so wurde meine 20 Jahre alte GS noch schnell mit einem geliehenen Roadbook-Halter präpariert, obwohl wir keine Ahnung hatten, wie so was überhaupt funktioniert, geschweige denn, was diese kryptischen Zeichen überhaupt bedeuten. Hier gilt unser Dank Micha Kemmer, der die geniale Idee hatte die viel zu kurz geratenen Halterungen clever zu verlängern. Ein Schachzug, der sich im Nachhinein noch als sehr wertvoll herausstellen sollte. Well done Micha!


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Der Staub von Marokko war noch gar nicht ab und schon ging es zum nächsten Event.
Vor Ort (Niedereschach im Schwarzwald) angekommen, mussten erst mal die Offroad Reifen montiert werden. Aus- und Einbau natürlich alles in Eigenregie.





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Nach der Reifenmontage ging es zur technischen Abnahme, Foto-Shooting und Ausgabe der Fahrerunterlagen (Roadbooks, Straßenkarte, Startnummern, etc.).






Danach hieß es: "Hausaufgaben machen" und die Route für den 1. Wertungstag planen. Generalstabsmäßig versteht sich!




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1. Wertungstag Freitag 14.6.13 

Start: Eschachhalle, Niedereschach, Baden-Würtemberg, Deutschland: Start Punkt 9.00 Uhr.
Es müssen 17 Sonderprüfungen absolviert werden. Dabei besteht die erste Herausforderung schon darin, die Orte der Prüfungen überhaupt erstmal zu finden. :-)

 

 
 
 
 
 
Wir waren sehr fleißig und hatten am Ende des Tages 10 von 17 Prüfungen absolviert. Und siehe da, ich war nach dem ersten Tag schon auf Platz 6 von 190 Teilnehmern. Knüller!!! 


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2. Wertungstag, Samstag 15.6.13

Nachdem wir am ersten Tag gemerkt hatten, dass vielleicht doch etwas mehr drin ist, als die pure Teilnahme, lautete das Motto fortan: ATTACKE! Da die Trophy-Teilnehmer frei entscheiden können welche Prüfungen und in welcher Reihenfolge sie an den beiden Tagen absolvieren, war das Ergebnis (Platz 6) von Tag 1 nur bedingt aussagekräftig. Wir mussten weiter Gas geben. Uns hatte der Sportsgeist gepackt und Marius hat gepusht ohne Ende:"Jens, du kommst ins Finale!" - ich konnte es irgendwann echt nicht mehr hören. :-)

Die Kräfte ließen nun aber rapide nach und trotzdem mussten wir noch viele Punkte sammeln.
Da wir zu Beginn des Tages bei zwei Prüfungen viele Punkte verloren hatten, blieb uns nichts anderes übrig, als doch noch ein Roadbook zu fahren. Das bedeutete Roadbook-Premiere. Und das alles unter massivem Zeitdruck. Jetzt durften wir uns keine Fehler mehr erlauben. Und am dicken Ende kam der "wilde Heger". :-)

Erster Sturz. Und wir hatten noch fast den ganzen Tag vor uns!


Expedition in den Steinbruch. Wasser ist gar nicht gut! Zylinderausfall. Immer dann, wenn man es am wenigsten gebrauchen kann! Gott sei Dank, gabs bei dieser Sonderprüfung die neuen BMW "Wasser-Boxer" zum "Testen" :-). Meine R100GS lief nach 2 x durchstarten bei herausgedrehter Kerze wieder anstandslos weiter. Unkaputtbar diese Moped ;)


Die Zeit lief uns davon und wir brauchten immer noch einen wichtigen Stempel im Fahrerbuch, um die wichtigen 120 Punkte für das Roadbook zu bekommen. Und dann gabs ja noch die letzte Sonderprüfung: 6 Runden im "wilden Heger", die wohl herausfordernste aller Enduro-Prüfungen der gesamten GS-Trophy 2013. So viel vorweg, man hatte uns nicht zu viel versprochen! :-)


6 Runden "wilder Heger". Nach bereits knapp 2 Tagen, 16 Prüfungen, 500km Schwarzwald on- und offroad. Sehr spannend!  (Bitte mein Fluchen ignorieren :-) )


Nach dem "wilden Heger" waren die Akkus eigentlich schon bei 0%. Wir mussten aber noch (ihr erinnert euch) den letzten Roadbook-Stempel finden. Ansonsten wären 100km "Papierrolle abfahren" nur die Aussicht wert gewesen. Wir wollten aber 120 Punkte kassieren und hatten nicht mal mehr eine Stunde Zeit, um den Stempel zu finden und zurück nach Niedereschach zu Touratech zu fahren. Wenn wir zu spät unsere Fahrerbücher abgeben, bekommen wir Strafpunkte. Das durfte einfach nicht passieren. Und so mussten die Stollenreifen beweisen, wie viel Grip sie auch auf Asphalt haben. :-)
Als wir wieder zurück im Fahrerlager waren und unsere Bücher abgegeben hatten, waren keine 10 Minuten mehr Zeit. Perfektes Timing mit allen notwendigen Stempeln inklusive ;-)

Und dann ging es auch noch mal zum Foto-Shooting....zum quasi "Nachher-Bild"... :-)



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Und dann war es so weit...die Final-Teilnehmer wurden ausgerufen.
Letzter Name: Jens Andres.

W A H N S I N N ! ! ! !

Es hatte sich alles ausgezahlt. Jeder gesammelte Punkt, jede NICHT-gemachte Pause... ;-)

Nun war ich im Finale (DANKE Marius!), aber leider war ich nach dem letzten Wertungstag einfach zu fertig und kaputt. Kraft und Konzentration waren absolute Mangelware. :-(

Mein Final-Run - leider gescheitert :-(

Resümee: Es war eine grandiose Veranstaltung. Wir haben mehr erreicht, als wir uns jemals für die erste Teilnahme vorstellen konnten!

DANKE BMW & TOURATECH ! ! ! !

Wir werden jetzt üben üben üben!

Bis zum nächsten Jahr!